Montag, 15. Februar 2010

Für heute nur so viel - dieser Spruch fiel mir gerade beim Abwaschen ein:
Das Leben kann genau so sein, wie du es haben willst... - ...wenn du es genau so haben willst, wie es IST.

Donnerstag, 28. Januar 2010

Vorfreude ist die schönste Freude?

Nein, danke. Sie ist nur die eine Seite einer trügerischen Medaille. 'Zukunftsangst' heißt die andere. Wie eine Fata Morgana kann sich die Vorfreude auflösen. Dann nämlich, wenn das Ereignis, auf das ich mich freue, droht, nicht einzutreten. Dann falle ich in ein Loch. Doch halt! Kein Loch ist es. Ich bin nur eine Leiter hinaufgeklettert und falle von dort wieder auf den Boden. Warum also nicht gleich auf dem Teppich bleiben!? Wie das geht? Ignoriere die Vorfreude! Tausche sie ein gegen den Frieden des Seins - im Jetzt. Der 'Gewinn' dabei ist: auch die Angst vor der Zukunft (hierbei steigst du eine Kellertreppe hinunter - diesmal wirklich in ein Loch - und musst später mühsam rausklettern) verschwindet. Denn (nur) eins ist sicher: das, was JETZT IST. Also immer auf dem Teppich bleiben :-)

Freitag, 8. Mai 2009

Ein Ohrwurm

Heute habe ich einen Ohrwurm... Eine Plage? Ja - und nein. Ein neuer Lehrer! Ein Ohrwurm gibt mir zwei Gelegenheiten: Erstens kann ich das Gesetz der Aufmerksamkeit beobachten ("Die Energie folgt der Aufmerksamkeit"). Je mehr Energie ich darauf verwende, den Ohrwurm loszuwerden, desto hartnäckiger wird er seine gnadenlose Melodie wiederholen. Zermürbend... So bald es mir aber egal ist und ich die Aufmerksamkeit wieder auf etwas anders richte - wie zum Beispiel den gegenwärtigen Augenblick - verschwindet er bald. Die zweite Gelegenheit ist die, dass ich hier direkt meine Gedanken beobachten kann, denn ein Ohrwurm ist nichts anderes als ein hartnäckiger Gedanke. Nicht viel anders als alle anderen sich wiederholenden Gedankenmuster. Doch er fällt dadurch auf, dass er zum einen so penetrant ist, zum anderen ist er netterweise mit Musik unterlegt! Ich kann nun einfach beobachten, und zum Beispiel herausfinden, WO GENAU dieser Gedanke entsteht. AN WELCHEM ORT taucht er auf? Ich bleibe einfach dran... Durch diese simple Übung öffnet sich ein neuer Raum. Ich habe die Abhängigkeit von dem Gedankenstrom durchbrochen. Ganz nebenbei verschwindet so auch der Ohrwurm - denn ich habe die Aufmerksamkeit von ihm gelöst und mich auf den ORT konzentriert, wo er erscheint. WO ist dieser Ort? JETZT!

Sonntag, 19. April 2009

Bitte das gleiche noch einmal produzieren!

Es gab neulich ein spannendes Radio-Feature im SWR. Es ging um private Klimastrategien und um die inneren Konflikte, die man durchlebt, wenn einem bewusst wird, dass man nicht einfach blind so weiterleben kann wie bisher. Eine junge Frau, die interviewt wurde, sagte da folgendes (sinngemäß): "Wenn ich eine Sache kaufe, dann gebe ich damit einen Auftrag. Der Auftrag lautet: Bitte das gleiche noch einmal produzieren." Was bedeutet das? Das bedeutet, ich kann mich nicht mehr damit rausreden, dass die schicke Funktionsjacke, die ich bei Lidl für €9,90 gekauft habe, ja auch ohne mich produziert worden wäre. Sicher, wahrscheinlich hätte sie jemand anderes gekauft. Doch am Ende erweist es sich als wahr: Was ich kaufe, wird aller Wahrscheinlichkeit noch einmal prodziert werden. Das ist der Auftrag, den ich mit dem Kauf erteile. Das ist meine Verantwortung. Beim Kauf muss ich mich also entscheiden: Will ich das? Kann ich die Verantwortung dafür übernehmen, dass für diese Jacke wieder ein Frachter über die Weltmeere schippert und diese sowie die Luft weiter verschmutzt? Will ich weiterhin die Ausbeutung der für Hungerlöhne arbeitenden Menschen und den rabiaten Umgang mit den Umweltressourcen in China unterstützen? Oder entscheide ich mich für ein regionales Produkt, das allein durch die kurzen Transportwege schon ökologischer ist als jedes noch so biologisch produzierte Gut vom anderen Ende der Welt. Dazu ein anderes Beispiel: Neulich beim Frühstück nahm ich den Bio-Honig von einer Discounter-Bio-Marke in die Hand und las auf dem Etikett: "Honig aus Argentinien und Bolivien". Spätestens nachdem ich den Film Let's make money gesehen habe, muss mir klar werden, dass dieser Honig - Bio hin oder her - nur so billig produziert werden kann, wenn die Ausbeutung der Entwicklungsländer - vielleicht mit "ökologischeren" Produktionsmethoden (nachdem der Regenwald gerodet wurde, wird ohne Pestizide gearbeitet...) - so weiter geht wie bisher, nach dem Motto: Wir geben euch Kredite, von denen wir wissen, dass ihr sie ohnehin nie zurückzahlen könnt, und durch diese Abhängigkeit können wir dann eure Rohstoffe ausbeuten und euch lediglich einen Hungerlohn dafür zahlen, gerade genug, dass ihr weiter für uns arbeiten könnt. Der Markt will "bio", also her damit... Wir alle tragen die Verantwortung dafür, wie (und ob!) es mit dem Planeten Erde weiter geht: mit jedem einzelnen Kauf. Das ist unsere Macht. Nutzen wir sie!

Der zweite Sintflut - Zeitungsmeldugen als Aufwecker

Es wird viel geschrieben und gelesen dieser Tage. Je, es ist wahr: wir leben in der zweiten Sintflut. Die erste hat der Erde Unmengen an Wasser beschert, heute sind es Bilder und Worte. Emails, Prospekte, Zeitungen... Blogs. Schlimm... Aber Halt! Es kann auch sehr nützlich sein. Warum? Weil ich sortieren muss, um in dieser Flut zu überleben. Was ist nützlich? Was nicht? Das ist das Raster, mit dem ich im Alltag gut durchkomme. Aber reicht das? Nein. Damit kann ich zwar überleben, doch noch besser ist es, die Flut auch spirituell zu nutzen... Die Frage ist doch immer wieder: Welche Worte, welche Informationen dienen dem Bewusst-werden? Welche Sätze lassen mich aufhorchen, lassen mich wach werden? Ich muss mich erinnern: Ah ja, ich bin ja gar kein Mensch, kein kleines Würmchen unter Milliarden anderen - ich bin Bewusstsein - JETZT. Wenn ein Zeitungsartikel, ein Bild oder auch ein Kunstwerk das bewirken kann, DANN ist es gut! Es kommt auf die White-List. Wenn ich dann wach BIN, dann kann selbst die Lektüre der ganz normalen Zeitung zur Lehrstunde werden. Anstatt darin zu versinken und sich dem kollektiven Schmerzkörper anzuschließen ("Ach, die Wirtschaftslage ist wirklich miserabel..."), kann ich dem Wahnsinn bewusst ins Auge sehen. Ich erkenne meine eigenen korrupten Ego-Strukturen in den Meldungen der Zeitung wieder. Doch ich erinnere mich zugleich daran, dass es nur ein Traum ist: die Welt ist meine persönliche Wahrnehmung - mehr nicht. Auf die gleiche Weise können aber auch all die negativen Bilder und Worte wirken, die normalerweise besser im mentalen Spamfilter aussortiert werden sollten: Wenn mir bewusst wird, dass eine Zeitungsmeldung mich runterzieht, eine Schwere und ein Gefühl der Machtlosigkeit hinterlässt, kann ich das als Aufwecker nutzen, um zu sagen: Moment mal! Ich weiß, das dies nicht die Realität ist (es sei, denn ich halte es für wahr und erschaffe sie damit). Ich bin nicht machtlos und die Welt ist auch nicht so negativ, wie sie hier dargestellt wird! Ganz davon abgesehen, dass dieses Weltbild veraltet ist. So lange ich im SEIN verwurzelt bin, kann ich unmöglich unglücklich sein. Und so lange ich nicht unglücklich bin, muss meine Umwelt - wie ein Spiegelbild - dies reflektieren. Das ist das kosmische Gesetz. Ich erschaffe mir daher meine Welt selbst. Wenn ich wach bin. "Ich"? Wo bin ich? HIER. JETZT. ... Aber... muss ich nicht die Meldungen in der Zeitung lesen, damit ich informiert bin? Verschließe ich nicht die Augen vor dem Leid der Welt, wenn ich die Zeitung jetzt weglege? Nein. Ich allein entscheide, ob ich glücklich oder unglücklich sein will. Es ist eine Frage der Sichtweise. Ist es Egoismus? Nein, denn es nutzt der Welt wenig, wenn ich auch noch mitleide. Ich muss mir nur die Frage stellen: Ginge es der Welt besser, wenn alle zeitunglesend mitleiden würden? Wohl kaum. Ginge es der Welt besser, wenn alle die Zeitungen weglegten und glücklich wären? Jep! Glückliche Menschen sind ein Segen für alle.
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Dienstag, 7. April 2009

Warum noch ein Blog?

  • Warum (noch ein) Blog? Ich bin bestimmt kein Prophet und es geht mir auch nicht um eine (Selbst-)Darstellung als Besser- oder Mehrwisser. Es ist einfach so, dass die Zeiten es erfordern, dass wir Informationen schneller austauschen und uns gegenseitig Mut zu machen, um die Schritte zu tun, die wir schon vor Jahrzehnten hätten tun sollen. Viele Veränderungen sind nötig. Viele Probleme drängen immer mehr. Niemand dürfte heute daran zweifeln, dass es bereits ein paar Sekunden vor zwölf ist. Doch das ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken (und noch weiniger einer, einfach so zu tun, als wäre alles in Butter und weiter so unbewusst zu leben, wie bisher), denn: Es gibt Lösungen bereits zu fast allen Problemen. Nur werden diese kaum in den Medien vorgestellt, denn meist ist ihre Umsetzung eng mit der Veränderung oder gar dem Umsturz vorhandener Denk- und Machtstrukturen verknüpft. Ich habe das Glück hier am Bodensee in einer Region zu leben, die was die Vernetzung und den Grad an Bewusstheit angeht, recht weit fortgeschritten ist. So habe ich hier von vielen Dingen zum ersten Mal gehört, die mir sonst sicher verborgen geblieben wären. Und ich fühle einfach ein inneres Bedürfnis, diese Impulse weiter zu verteilen, ohne mich dabei – und ich sage es lieber noch einmal – als Wahrsager oder Prophet zu verstehen. Aus diesem Grunde, und weil zu viele ungefragt hereinflatternde Emails einfach nerven: noch ein Blog.