Es wird viel geschrieben und gelesen dieser Tage. Je, es ist wahr: wir leben in der zweiten Sintflut. Die erste hat der Erde Unmengen an Wasser beschert, heute sind es Bilder und Worte. Emails, Prospekte, Zeitungen... Blogs. Schlimm... Aber Halt! Es kann auch sehr nützlich sein. Warum? Weil ich sortieren muss, um in dieser Flut zu überleben. Was ist nützlich? Was nicht? Das ist das Raster, mit dem ich im Alltag gut durchkomme. Aber reicht das? Nein. Damit kann ich zwar überleben, doch noch besser ist es, die Flut auch spirituell zu nutzen...
Die Frage ist doch immer wieder: Welche Worte, welche Informationen dienen dem Bewusst-werden? Welche Sätze lassen mich aufhorchen, lassen mich
wach werden? Ich muss mich erinnern: Ah ja, ich bin ja gar kein Mensch, kein kleines Würmchen unter Milliarden anderen - ich bin Bewusstsein - JETZT. Wenn ein Zeitungsartikel, ein Bild oder auch ein Kunstwerk das bewirken kann, DANN ist es gut! Es kommt auf die White-List. Wenn ich dann wach BIN, dann kann selbst die Lektüre der ganz normalen Zeitung zur Lehrstunde werden. Anstatt darin zu versinken und sich dem kollektiven Schmerzkörper anzuschließen ("Ach, die Wirtschaftslage ist wirklich miserabel..."), kann ich dem Wahnsinn bewusst ins Auge sehen. Ich erkenne meine eigenen korrupten Ego-Strukturen in den Meldungen der Zeitung wieder. Doch ich erinnere mich zugleich daran, dass es nur ein Traum ist: die Welt ist meine persönliche Wahrnehmung - mehr nicht.
Auf die gleiche Weise können aber auch all die negativen Bilder und Worte wirken, die normalerweise besser im mentalen Spamfilter aussortiert werden sollten: Wenn mir bewusst wird, dass eine Zeitungsmeldung mich runterzieht, eine Schwere und ein Gefühl der Machtlosigkeit hinterlässt, kann ich das als
Aufwecker nutzen, um zu sagen: Moment mal! Ich
weiß, das dies nicht die Realität ist (es sei, denn ich halte es für wahr und erschaffe sie damit). Ich bin nicht machtlos und die Welt ist auch nicht so negativ, wie sie hier dargestellt wird! Ganz davon abgesehen, dass dieses Weltbild veraltet ist. So lange ich im SEIN verwurzelt bin, kann ich unmöglich unglücklich sein. Und so lange ich nicht unglücklich bin, muss meine Umwelt - wie ein Spiegelbild - dies reflektieren. Das ist das kosmische Gesetz. Ich erschaffe mir daher meine Welt selbst. Wenn ich
wach bin.
"Ich"? Wo bin ich?
HIER. JETZT. ...
Aber... muss ich nicht die Meldungen in der Zeitung lesen, damit ich informiert bin? Verschließe ich nicht die Augen vor dem Leid der Welt, wenn ich die Zeitung jetzt weglege? Nein. Ich allein entscheide, ob ich glücklich oder unglücklich sein will. Es ist eine Frage der Sichtweise. Ist es Egoismus? Nein, denn es nutzt der Welt wenig, wenn ich auch noch mitleide. Ich muss mir nur die Frage stellen: Ginge es der Welt besser, wenn alle zeitunglesend mitleiden würden? Wohl kaum. Ginge es der Welt besser, wenn alle die Zeitungen weglegten und glücklich wären? Jep!
Glückliche Menschen sind ein Segen für alle.
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